Moorerlebniswanderung

30.05.2022

über versteckte Pfade durch das Schönramer Filz

Am Freitag, den 27.05.22, fand eine weitere spannende Outdoor-Aktion statt, zu der sich interessierte Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe und ihre Familien anmelden konnten: die Fachexkursion Moorwanderung im Schönramer Filz.

Das südwestlich von Laufen gelegene Schönramer Filz ist mit 590 Hektar die größte Moorlandschaft Südostbayerns. Seine Entwicklung begann am Ende der letzten Eiszeit, als sich der Salzachgletscher zurückzog und die verbleibenden wassergefüllten Mulden langsam verlandeten. Sechs Meter ist die Torfschicht dieses Hochmoores mächtig, wobei jedes Jahr nur ein einziger Millimeter Torf zuwächst.

In einer dreistündigen Erlebniswanderung führte die Biologin Dr. Ute Künkele die Gruppe aus 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die weichen, schwingenden Pfade der Moorheide und des lichten Moorwaldes aus Birken, Fichten und Kiefern, entlang von Hochmoor und Moorsee. Die Schülerinnen und Schüler konnten zusammen mit ihren Familien die faszinierende Landschaft und die Bewohner eines echten Hochmoores kennenlernen und erleben: Seeton fühlen, auf dem Schwingboden springen, saures Moorwasser riechen und schmecken, den Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze, unter der Lupe betrachten, Torfmoos kennenlernen und damit Moorwasser wegzaubern sind nur einige Beispiele für die zahlreichen Aktionen auf den Wegstationen. 

Viele Fragen wurden beantwortet und anschaulich erklärt.

  • Wie unterscheidet man die vier Beerensträucher des Hochmoores: Moosbeere, Rauschbeere, Heidelbeere und Preiselbeere?
  • Woher hat der Zunderschwamm, der am Stamm einer abgestorbenen Birke entdeckt wurde, seinen Namen?
  • Welcher Frosch sitzt da im braunen Moorwasser?
  • Nach was schmeckt die holzige Wurzel der Hochstaude Mädesüß?
Moorsee
Sonnentau unter der Lupe
Alter Torfstich
 

Bei sonnigem Wetter genoss die Exkursionsgruppe die weiten Blicke über die Hochmoorlandschaft aus Bulten und Schlenken mit Wollgras und Latschenkiefer und über den Moorsee mit zahlreichen Baumstümpfen. Am alten Torfstich am Ende der Führung erklärte die Naturführerin die alte Nutzungsgeschichte und die große Bedeutung der Moore für den Klimaschutz. Die verbleibenden Moore sind nicht nur Rückzugsgebiet für die nur hier vorkommenden Tier- und Pflanzenarten, sondern auch ein bedeutender Kohlenstoffspeicher. Ihr Schutz lohnt sich und ihre Wiedervernässung und Entbuschung, damit Moorwachstum auf gestörten Flächen wieder einsetzen kann, sind wichtig.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Referentin, Frau Dr. Künkele, für die tolle Naturführung.

Kletterbaum am Moorsee
Hochmoorfläche
Durch den Moorwald
 

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